Schon an der Törnsitzung vor dem Buchen des Törn haben wir vom Segeln bei Mondschein geträumt. Bei Törnanfang sind diese Träume wieder in den Hintergrund getreten, da wir uns mit einem verstopften Fäkalientank und kaputten Batterien beschäftigen mussten. Der Vercharterer versuchte uns halbherzig von dem regelmässigen Batteriealarm zu befreien, doch leider ohne Erfolg. Dank den Sonnenkollektoren und dem sonnigen Wetter reichte der Strom für den Kühlschrank aus. 

Wir hatten ideale Segelbedingungen um in zwei Wochen eine Reise von Athen über Poros, Nisos Ydra, Kea und Phokaia wieder zurück nach Athen zu segeln. Vorallem gegen Ende des Törns war Badewetter angesagt, wohingegen die erste Woche noch ziemlich kühl war. So freuten wir uns umso mehr, als wir auf einer der vielen kleinen Inseln eine heisse Quelle zum Baden fanden. Schön, um Wärme zu tanken und spannend ein verlassenes Hotel zu erkunden. Direkt am Strand an bester Lage muss einst ein komfortables Hotel mit Termalbad floriert haben. Neben dem Hauptgebäude steht der sich im Rohbau befindende Anbau. Geschirr, Bettwäsche sind noch vorhanden und sogar das Öl gammelte noch in der Fritteuse. Liegen gelassene Rasierer und Tabletten auf den Matratzen sowie der Umstand, dass das Licht noch funktioniert verstärken den Eindruck, dass das Gebäude jä verlassen wurde. 

Beim Nachttörn von Nisos Ydra nach Livadion sind wir um 3 Uhr bei Vollmond losgesegelt. Der Vollmond wurde langsam von der Morgendämmerung abgelöst. Ein wunderbares Naturspektakel. Kurz nach dem Mittag haben wir die Leinen festgemacht und waren alle etwas müde. Da ist ein Spaziergang in das Dorf in den Bergen mit schöner Aussicht genau das Richtige. 

Nach zwei Wochen haben wir das Schiff wieder abgegeben und waren froh, dass die Übernahme gut geklappt hat. Zu ende war ein wunderschöner Törn mit lieben Crewmitgliedern, die wir besser kennen lernen durften.