Ende Mai reisen David und ich mit zwei Gästen nach Dänemark um dort unseren Segeltörn auf der Marlin mit Michael Wnuk zu starten. Die Marlin liegt am Amaliensteg vor dem Opernhaus in Kopenhagen und das Wetter ist wie aus dem Bilderbuch.

Nach der Verproviantierung und einer ausführlichen und super Sicherheitseinführung von Micha legen wir ab. Micha ist es ein Anliegen, dass wir Marlins Fahrverhalten kennen lernen und stellt uns alle kurz nach der Hafenausfahrt ans Steuer um eine 8 zu Fahren und danach das 30 Tonnen schwere Schiff aufzustoppen. 

Zwei Tage haben wir bei schwachem Wind Zeit uns an die Wellenbewegungen und die Krängung zu gewöhnen. Für den dritten Tag ist Sturm angesagt. Micha erklärt uns die Tücken der Seekrankheit und wie damit umzugehen ist. Etwas nervös und zugleich neugierig, wie die Überfahrt von Roedvic nach Bornholm bei Sturm wohl sein wird, starten wir gut vorbereitet. Wir lichten den Anker am nächsten Morgen. Und weil der Wind so gut ist und wir uns gerade an die See gewöhnt haben, trägt uns der Wind von Bornholm weiter in die Südschären von Schweden. 

Hier erkunden wir 7 kleine und ganz unterschiedliche Inseln mit dem Beiboot bei etwas regnerischem Wetter. 
 
Wieder in Bornholm hat es Micha mit dem Anlegeplatz im Hafen von Halse perfekt getroffen: 50m von Marlin ist eine öffentliche Sauna. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Regen sind mehrere Saunagänge mit Abkühlung im Meer unglaublich wohltuhend. 

Leider nähert sich unser Törn schon bald dem Ende. Micha macht uns den Vorschlag für eine Nachtfahrt mit Wacheneinteilung von Bornholm nach Warnemünde. Die Windverhältnisse dazu sind günstig. Wir sind hellbegeistert und machen uns an die Vorbereitung: Micha verwöhnt uns zuvor mit einem Goulasch nach Grossmutters Rezept, damit wir gestärkt für die bevorstehende Nacht sind. 

So erreichen wir gegen Mittag des folgenden Tages den Hafen in Warnemünde. Hier wird die Marlin an einem Blauwasserseminar ausgestellt. David und ich nehmen am Seminar teil, wenn wir ja schon in der Gegend sind. Wir haben viele nette Menschen kennen gelernt und konnten viel über Astronavigation und Kommunikationsmittel an Bord mitnehmen.